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Wenn die künstliche Befruchtung die letzte Chance auf ein Baby ist

War früher der Wunsch nach einem gemeinsamen Kind überwiegend bei jungen Paaren vorhanden, zeigt der Trend seit Jahren, dass immer mehr Paare über 30 ebenfalls diesen Wunsch haben. Doch in vielen Fällen bleibt es nur bei diesem.

Wenn sich auf normalen Weg keine Schwangerschaft einstellen will, eine Adoption aber nicht in Frage kommt, dann entscheiden sich immer mehr Paare für eine künstliche Befruchtung. Bevor eine endgültige Entscheidung über diesen einschneidenden Schritt getroffen wird, sollten sich die künftigen Eltern über die Kosten und die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen ausführlich informieren.

In Deutschland übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung. Sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Untersuchung, in der die Ursache für die Kinderlosigkeit bei beiden Partnern festgestellt wird. Allerdings ist die Übernahme für die Kosten der künstlichen Befruchtung und ihrer einzelnen Methoden gesondert geregelt. Nicht miteinander verheiratete Paare müssen in der Regel die Kosten selber tragen, wobei es auch hier Ausnahmefälle gibt. Da nicht immer davon ausgegangen werden kann, dass es gleich bei der ersten künstlichen Befruchtung zur gewünschten Schwangerschaft kommt, werden die Kosten zur Hälfte für eine Insemination mit hormoneller Stimulation für maximal drei Behandlungen inklusive Medikamenten übernommen. Dagegen wird bei bis zu acht Behandlungen und den erforderlichen Medikamenten die Hälfte aller Kosten durch die Krankenkassen übernommen, wenn die Insemination ohne hormonelle Stimulation durchgeführt wird, denn hier liegen die Erfolgschancen auf eine Schwangerschaft niedriger.

Paare, die sich für eine ICSI oder IVF entscheiden, können ebenfalls eine Kostenübernahme von 50 Prozent erwarten. Allerdings werden oft bei einem zweiten Versuch keine Kosten mehr übernommen, die erste Behandlung fehlgeschlagen ist. Es ist also für Paare sehr wichtig und unausweichlich, sich schon vor einer möglichen künstlichen Befruchtung über die zu erwartenden Kosten und deren Übernahme von der ersten Untersuchung bis zum Erfolg zu informieren.