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Die Befruchtung im Glas - IVF

Für Paare, bei denen nicht der ersehnte Kinderwunsch in Erfüllung geht, ist die künstliche Befruchtung oftmals die letzte Hoffnung auf ein Kind. Da es verschiedene Möglichkeiten gibt, sollte eine Beratung durch den Facharzt einer endgültigen Entscheidung vorausgehen.

Die Befruchtung außerhalb des Körpers findet in einer Petrischale statt. Diese Befruchtungsmethode wird IVF genannt. Die Abkürzung steht für In-vitro-Fertilisation und wird aus dem lateinischen mit Befruchtung im Glas übersetzt. Diese Behandlung ist in Deutschland jedoch nur bei Paaren möglich, wenn die Schwangerschaft über den Zeitraum eines Jahres ausbleibt.

Bevor es jedoch zu einer IVF kommen kann, müssen einige Untersuchungen durchgeführt werden. Im Anschluss muss die Frau Medikamente einnehmen, damit die Eigentätigkeit der Eierstöcke gesenkt wird. Nur so können durch hormonelle Stimulation mehrere Eizellen gewonnen werden. Diese Behandlungsmethode wird als Downregulation bezeichnet.

Bei der Ovariellen Stimulation werden der Frau ebenfalls Hormone verabreicht, um mehrere Eizellen zur Reifung zu stimulieren. Auch die Spermien des Mannes werden unter anderem auf Dichte, Anzahl, Beweglichkeit und Infektionen untersucht. Die Spermien werden allgemein durch Masturbation gewonnen.

Bei der klassischen IVF wird das aufbereitete Sperma mit den Eizellen in einem Reagenzglas zusammengeführt. Die Befruchtung erfolgt spontan. Die Erfolgschancen für diese künstliche Befruchtung liegen bei etwa 50 bis 70 Prozent.

Nach der erfolgreichen Befruchtung werden die Eizellen im Brutschrank kultiviert und natürlich einer Qualitätskontrolle unterzogen. Im Anschluss daran werden nur zwei Embryonen in den weiblichen Uterus transferiert. Kommen  mehr als zwei Embryonen zum Einsatz, besteht die Möglichkeit einer Mehrlingsgeburt.

Etwa 14 Tage nach der vorgenommenen Follikelpunktion kann ein Schwangerschaftstest Auskunft geben, ob die IVF erfolgreich war. Die Kosten für eine IVF werden von den Krankenkassen bei maximal drei Behandlungszyklen nur je zur Hälfte getragen. Zur Erfüllung ihres Kinderwunsches müssen die Paare die andere Hälfte selber finanzieren. Wenn es zu einer Schwangerschaft kommt, haben sich die Kosten aber gelohnt.