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Kaiserschnitt und Diabetes-Risiko

Der Kaiserschnitt – eine Geburtsmethode

Neben der verschiedenen Varianten einer natürlichen Geburt, gibt es weitere Geburtsmethoden, die in Situationen angewendet werden, wenn Mutter und/oder Kind in Gefahr sind. Eine davon ist der Kaiserschnitt. Bei einem Kaiserschnitt wird das Kind operativ entbunden. Früher wurde der Kaiserschnitt immer dann angewendet, wenn für Mutter und Kind eine natürliche Geburt ausgeschlossen war. Solche Gründe waren unter anderem ein zu enges Becken der Mutter oder wenn das Kind verkehrt zum Geburtskanal lag usw. Auch zu schwache Wehen oder ein Nabelschnurvorfall waren Gründe für einen solchen Eingriff. Heute wird der Kaiserschnitt aber auch auf Wunsch der Mutter durchgeführt.

Erhöht der Kaiserschnitt das Diabetes-Risiko für das Kind?

Zu dieser Problematik wurden wissenschaftliche Studien durchgeführt. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass Kinder, die durch einen Kaiserschnitt auf die Welt kommen, ein doppelt so hohes Risiko tragen, an einem Typ-1-Diabetes zu erkranken. Der Grund wird darin vermutet, dass die Zusammensetzung der Darmflora des Kindes durch den Kaiserschnitt verändert wird. Es wurde festgestellt, dass Kinder, die mit Kaiserschnitt entbunden wurden, weniger Bifidobakterien haben. Diese Bakterien sind für eine gesunde Darmflora wichtig. Sie bekämpfen Krankheitskeime und Schadstoffe und haben darüber hinaus auch Aufgaben für das Immunsystem. Die Darmflora eines „Kaiserschnittkindes“ hat viel Ähnlichkeit mit der Darmflora eines Diabetikers. Aber noch viele andere Gründe, die wissenschaftlich untersucht wurden, führen zu dem Ergebnis, das ein Kaiserschnitt das Risiko für eine Diabetes-Typ-1-Erkrankung erhöht.

Kaiserschnitt – optimale Geburtsmethode?

Heute ist ein Trend zu beobachten, dass viele Schwangere sich freiwillig für den Kaiserschnitt entscheiden. Die Gründe sind sehr vielfältig, aber diese Mütter bringen sich um das eigentliche Erlebnis der Geburt. Wenn ein Kaiserschnitt ohne medizinische Indikation durchgeführt wird, gehen die werdenden Mütter immer auch das Risiko ein, ein Kind zu haben, das mit einem hohen Risiko lebt, an Typ-1-Diabetes zu erkranken. Das sollte jede Mutter bedenken.